„Nie wieder Krieg!“: Postkarten zur Veranstaltungsreihe

 

Soroptimist International (SI) Lauterbach-Vogelsberg organisiert im Rahmen des Projektes „Nie wieder Krieg!“ das große Friedensfest, das am 1. und 2. September 2018 rund um die Verhüllung des Löwendenkmals in Lauterbach stattfindet. Eine Veranstaltungsreihe begleitet die Verhüllungszeit von vier Wochen. Mit einer Postkarte, die ab sofort an vielen Stellen in Lauterbach gratis erhältlich, kann man nicht nur sich selbst an jeden der Veranstaltungstermine erinnern, sondern auch Bekannte und (Brief-)Freunde und - Freundinnen zur Teilnahme einladen.
 Das Projekt „Nie wieder Krieg!“ wird von „Demokratie leben!“ und dem Mittelhessischen Kultursommer gefördert, dennoch entstehen bei einem Projekt in dieser Größenordnung Kosten, die über den geförderten Rahmen hinausgehen. Das Projekt bittet um Spenden, damit auch Kosten gedeckt werden können, die durch ehrenamtliche Arbeit nicht aufgefangen werden können. Ein extra hierfür geschalteter  „Crowd Funding“- Aufruf bei der Sparkasse Oberhessen läuft bis zum 8. August https://neu.einfach-gut-machen.de/oberhessen/project/nie-wieder-krieg.
Sämtliche Informationen zum Projekt unter
www.niewiederkrieg.net

Foto:SI/ Deibel

Foto: SI/Deibel: (v.l.n.r.: ) Projektleiterin Ute Kirst, Ute Stöppler, SI Präsidentin Susanne Bolduan und Dr. Gabriele Plöger

SI-Projekt „Nie wieder Krieg!“ bei internationalem Freundschaftsfest Alsfeld

Das Projekt „Nie wieder Krieg!“ des Club Soroptimist International (SI) Lauterbach-Vogelsberg war auf dem internationalen Freundschaftsfest in Alsfeld präsent und informierte über die geplanten Veranstaltungen im Rahmen des Projektes. Da die Verhüllung des Löwendenkmals in Lauterbach mit roten Woll-Elementen am 1. und 2. September 2018 das zentrale Ereignis im Projektverlauf darstellt, strickten die „Botschafterinnen“ von „Nie wieder Krieg!“ direkt vor Ort und konnten auch Mitstrickende gewinnen. SI Lauterbach-Vogelsberg ist mittlerweile Teil des Netzwerkes „Demokratie leben“ im Vogelsbergkreis und freute sich, aktiv zum Gelingen des großartigen Festes beizutragen. 

 

„Crowd Funding“ für SI-Projekt „Nie wieder Krieg!“

Das Projekt „Nie wieder Krieg!“ des Clubs Soroptimist International Lauterbach-Vogelsberg zieht weite Kreise und erfährt viel Aufmerksamkeit.
Die Wolle für die Verhüllung des Löwen im September ist bereits vergriffen, Mitstrickende fanden sich nicht nur in Lauterbach und dem Vogelsberg, sondern auch bundesweit und sogar in Dänemark und Frankreich.  Nun sind die Vorbereitungen für die Verhüllung im Gang und das umrahmende Friedensfest am 1. und 2. September nimmt immer konkretere Formen an. Das ganze Projekt wird von den Club-Mitgliedern von SI ehrenamtlich durchgeführt. Es sind aber in Teilbereichen auch Menschen beteiligt, die nicht Mitglied bei SI sind und ein Honorar erhalten sollen, das zumindest die „harten Kosten“ decken kann. So werden beim Friedensfest u.a. Musiker und Musikerinnen auftreten, Licht und Technik werden hierfür benötigt. Auch wenn Bands und Technik zur Unterstützung des Projektes auf ihre regulären Gagen verzichten, möchte SI Aufwandsentschädigungen zahlen. Mit Hilfe eines „Crowd Funding“-Aufrufs bei der Sparkasse Oberhessen bittet SI Lauterbach-Vogelsberg daher um eine Spende, damit das Friedensfest ein Fest für alle werden kann. Dies geht jederzeit bis zum 18. Mai unter https://neu.einfach-gut-machen.de/oberhessen/project/nie-wieder-krieg.
Wem dieser digitale Weg zu weit erscheint, darf gerne für den o.g. Zweck auch direkt spenden an den
Soroptimist-Verein Lauterbach-Vogelsberg e.V.
IBAN DE 47 518 500 79 0027161456 bei der Sparkasse Oberhessen .

 

Wolle für „Nie wieder Krieg!“vergriffen, viele Elemente bereits fertig 

Nach nur wenigen Wochen seit SI-Projekt-Beginn von „Nie wieder Krieg!“haben sich so viele Menschen am Stricken für die Verhüllung des Löwendenkmals beteiligt, dass die Wolle an allen Wollstationen vergriffen ist. Da nur so viel Wolle bestellt wurde, wie es zur Verhüllung des Denkmals braucht, wird keine Wolle nachgeliefert - die Organisatorinnen von SI Lauterbach-Vogelsberg bitten um Verständnis und darum, keine eigene Wolle zu verstricken. Gleichzeitig sind sie begeistert und dankbar, dass die Idee des Projektes – ein gemeinsamer Einsatz für den Frieden – schon jetzt mit dem Erreichen der „ersten Etappe“ - erfolgreich angenommen und umgesetzt wurde. Der zweite Schritt des Projektes besteht nun darin, alle Rückläufe der Wollelemente abzuwarten. Eine große Anzahl ist bereits fertig (siehe Foto).
Die Wollstationen, die die Wolle ausgegeben haben, nehmen auch weiterhin die fertigen Elemente entgegen und leiten sie an Projektleiterin Ute Kirst (Foto: vorne, 2. v.l.) weiter. Diese macht auch denjenigen Hoffnung, die es nicht rechtzeitig in eine der Wollstationen geschafft haben oder aus anderen Gründen nicht mitstricken konnten: „Am 1. und 2. September, dem Verhüllungs-Wochenende, werden sicher helfende Hände benötigt. Außerdem soll das entstehende Friedensdenkmal mit einem schönen Fest gefeiert werden – und das geht nur, wenn viele Menschen zum Gelingen beitragen.“ Wer sich über aktuelle Details des Projektes informieren möchte, kann dies jederzeit auf www.niewiederkrieg.net tun. 

Strick-off“ für die SI Mitmach-Kunst-Aktion „Nie wieder Krieg!“

Mit einem offiziellen „Strick-off“ begann das Projekt „Nie wieder Krieg!“ des Soroptimist (SI) Clubs Lauterbach-Vogelsberg vor der Hohhaus-Apotheke, einer von sechs eingerichteten Wollstationen, und in Blickweite zum Löwendenkmal. Dieses steht im Mittelpunkt der SI Mitmach-Kunst-Aktion unter dem Titel „Nie wieder Krieg!“. Der „Löwe“ wurde 1907 eingeweiht und sollte an den Sieg Deutschlands im Krieg gegen Frankreich 1870/71 erinnern. Es ist ein Siegesdenkmal, was heute nicht nur anachronistisch und unverständlich, sondern erschreckend erscheint. Ein Krieg bringt Verderben und Verlust für alle Beteiligten. Deutschland genießt seit über 70 Jahren Frieden, beheimatet aber seit einigen Jahren viele Menschen, für die Krieg und Kriegsverderben ganz aktuelle Lebenserfahrungen sind. Es ist der Frieden, der eine Zukunft für alle sichert. Daher ist er es, dem ein Denkmal gebührt. Dieses soll am 1. und 2. September entstehen, indem der Löwe mit gestrickten und gehäkelten Woll-Elementen eingehüllt wird. Das Projekt des SI Club Lauterbach-Vogelsberg, das von Designerin und Club-Mitglied Ute Kirst ausgedacht und konzipiert wurde, enthebt den Löwen symbolisch seines historischen Fundaments und setzt ihn in neue, friedensbejahende Zusammenhänge. Aus dem Kriegsdenkmal wird ein Friedensdenkmal, dessen umhüllende Wolle aus roten Farbtönen bestehen wird. Das Besondere an der Idee ist die Einladung an alle Menschen, sich mittels eigenhändig gestrickter oder gehäkelter Woll-Elemente an der Aktion für den Frieden zu beteiligen, was dem Projekt seinen Untertitel „Mitmach-Kunst-Aktion“ gab. Hierfür sind Woll-Stationen eingerichtet, in denen man sich kostenlos Wolle abholen kann, um die benötigten Wollelemente zu fertigen. Maximal vier Knäuel pro Person können verstrickt oder verhäkelt werden, eine einfache Anleitung wird ebenfalls mitgegeben. In vorbereitete Listen trägt man seinen Namen ein und kann entscheiden, ob man auf der eigens für das Projekt eingerichteten Internetseite www.niewiederkrieg.net genannt werden möchte.

 

Bis Ende September wird der Löwe seinen roten Woll-Umhang tragen. Dann wird die rote Hülle gewaschen und wieder in Einzelteile zerlegt, die man als Erinnerungsstücke käuflich erwerben kann. Der Erlös wird Organisationen für Kriegsopfer und Kriegstraumatisierte zukommen.

Vorträge und Lesungen sollen „Nie wieder Krieg!“ begleiten. Aber es ist auch ein Projekt, das von denjenigen lebt, die sich daran beteiligen möchten – und dies nicht nur durch Stricken oder Häkeln. So sind Schulen im Kreis eingeladen, sich mit eigenen Projekten wie z.B. einer kleinen Ausstellung o.ä. der SI Aktion für den Frieden anzuschließen. Sowohl Lauterbachs Partnerstadt Lèzignan-Corbiéres wird kontaktiert als auch SI Clubs in Frankreich, um an diesem Freundschafts- und Friedensprogramm teilzunehmen bzw. teilzuhaben. Über SI Europa ist auch eine Verbindung zum Europarat entstanden. Wer Kontakt zur Projektleiterin Ute Kirst aufnehmen möchte, kann dies über www.niewiederkrieg.net tun. Hier finden sich auch alle Details zum Projekt, die bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Sponsoren sowie Medienberichte - schon vor Beginn der Mitmach-Kunst-Aktion hat das Projekt viel positive Rückmeldung erhalten, auch außerhalb der Region. Dies wird sicher noch mehr werden, denn „Nie wieder Krieg!“ wird maßgeblich vom Bundesprogramm „Demokratie leben“ und dem mittelhessischen Kultursommer gefördert und ist damit Teil weitreichender öffentlichkeitswirksamer Netzwerke. Die Wollstationen sind in Lauterbach: Kauppa, die Buchhandlungen „Lesezeichen“ und „Das Buch“, die Hohhaus-Apotheke, ZinnoberRot und die Apotheke in Herbstein. Wer nicht gerne alleine strickt, oder des Strickens noch nicht mächtig ist, kann am 3.2. in der Buchhandlung „Das Buch“ in Lauterbach in Gemeinschaft für den Frieden handarbeiten. 

 

Der Löwe wird vermessen - Auftakt der Aktion "Nie wieder Krieg" 

Bild 1: Trotzten dem Wetter für die gute Sache: Frauen des Club Soroptimist International Lauterbach-Vogelsberg mit ihrer Präsidentin Susanne Bolduan (vorne links) und Projektleiterin Ute Kirst (vorne, Dritte v.l.) sowie die unterstützenden Gäste (vorne, v.r.n.l) Hans-Jürgen Knapp, Erster Stadtrat Lothar Pietsch, Stefan Kunst, (hinten, v.r.n.l.) Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller und Petra Junk. Foto:Schmidt

Selbst heftiges Winterwetter konnte sie nicht abschrecken: Einige Frauen des SI Club Lauterbach-Vogelsberg kamen in Lauterbach bei Schneetreiben zusammen, um ihre für nächstes Jahr geplante Mitmach-Kunst-Aktion einer vorbereitenden Probe  zu unterziehen. Nicht nur der Hubsteiger des Lauterbacher Betriebshofes mit seinem Fahrer Hans-Jürgen Knapp waren dazu gekommen, sondern auch Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller, der das Vorhaben des SI Clubs unterstützt. Desweiteren hatten sich eingefunden Stefan Kunst, dessen Firma Wenzel & Hoos die Stoffbahnen für die Test-Elemente gespendet hatte sowie der 1. Stadtrat Lothar Pietsch und Petra Junk von der Stadtverwaltung Lauterbach.

 

Im Zentrum des Geschehens stand und steht dabei der Löwe – das Denkmal am Berliner Platz in Lauterbach. Mit Hilfe von Hubsteiger und Leiter wurde unter widrigen Wetterverhältnissen Maß genommen und Stoffelemente am Löwen platziert, die als Muster für die Mitmach-Kunst-Performance unter dem Thema „Nie wieder Krieg!“ dienen sollen. Passanten blieben stehen und fragten die anwesenden SI-Clubfrauen, was denn da mit dem Löwen geschieht und erhielten Auskunft: Das Löwendenkmal ist Teil der Lauterbacher Alltagskultur, Begegnungsort und Stadtmarke. Kaum jemand schenkt ihm tiefergehende Aufmerksamkeit, was sich mit dem Projekt des SI Clubs sicher ändern wird. Ute Kirst, Designerin und Mitglied des SI Clubs, hatte die Idee, den Löwen nach dem Vorbild des sogenannten „Urban Knitting“ mit Woll-Elementen einzuhüllen, um ihn mitsamt seiner Geschichte wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu holen. Der Löwe wurde 1907 eingeweiht und sollte im Sinn des damaligen Denkmal-Ausschusses Symbol für die siegreichen Schlachten deutscher Truppen gegen die Franzosen 1870/71 sein. Anders als das Gefallenen-Denkmal am Lauterbacher Friedhof wurde der Löwe zum „Siegesdenkmal“, was uns heute rückblickend, besonders nach der Erfahrung zweier verheerender Weltkriege, nicht nur anachronistisch und unverständlich, sondern erschreckend erscheint. Ein Krieg, so wissen wir, bringt Verluste für alle Seiten. Deutschland genießt zwar seit über 70 Jahren Frieden, beheimatet aber seit einigen Jahren viele Menschen, für die Krieg, Kriegsverluste und –verderben ganz aktuelle Lebenserfahrungen sind. Es ist daher der Frieden, dem ein Denkmal gebührt. Das Projekt des SI Club Lauterbach-Vogelsberg, das von Ute Kirst geleitet wird, enthebt den Löwen symbolisch seines historischen Fundaments und setzt ihn so in neue, zeitgemäße und friedensbejahende Zusammenhänge: Aus dem Kriegssymbol wird ein Friedenssymbol, dessen umhüllende Wolle aus roten Farbtönen bestehen wird, die für Liebe, aber auch für Blut stehen. Mit dem Blick auf das Gestern erhalten unser Heute und unser Morgen eine neue Perspektive, und das nicht nur auf den Löwen.

Die Mitmach-Kunst-Aktion lädt alle Menschen, die sich daran beteiligen wollen, zum Stricken oder Häkeln ein. Hierfür werden ab Mitte Januar in Lauterbach Woll-Stationen eingerichtet, in denen man sich kostenlos Wolle abholen kann, um nach einer einfachen Vorlage die Wollelemente zu fertigen, mit denen der Löwe dann am 1. und 2. September eingehüllt werden soll. Das Verhüllungsdatum ist gut gewählt. Bereits kurz nach dem Krieg 1870/71 wurde jährlich am 2. September das Sedansfest gefeiert, das an den Sieg über Frankreich erinnern sollte. Das 25jährige Jubliäum wurde 1895 auch in Lauterbach  mit großem Festzug begangen. Nur drei Jahre später regte der örtliche Kriegerverein den Bau des Löwendenkmals an. Mit der Kunstperformance wird so das ehemalige Sedansfest in eine Friedensfeier umgewidmet. „Nie wieder Krieg!“ hat Ute Kirst das Projekt getauft, und mit diesem Motto wird nicht nur die Verhüllung selbst, sondern auch die über das Jahr verteilten Begleit-Veranstaltungen wie Vorträge oder Lesungen überschrieben sein. Vier Wochen lang wird der Löwe seinen roten Woll-Umhang tragen. Dann wird die rote Hülle gewaschen und wieder in ihre Einzelteile zerlegt, die man käuflich erwerben kann. Der Erlös kommt schließlich Kriegs- und Kriegstrauma-Opfern zugutekommen. „Nie wieder Krieg!“ erhielt bereits eine Förderzusage des mittelhessischen Kultursommers, der OVAG und der Volksbank Lauterbach-Schlitz. SI hofft, dass sich noch weitere Sponsoren und natürlich tatkräftige Strickwillige finden werden, sobald die Wollstationen eingerichtet sind. Wo diese sich befinden werden und wie das Projekt im Detail verläuft, wird rechtzeitig veröffentlicht. Ein Flyer und eine Website sind bereits im Werden. Das SI-Projekt „Nie wieder Krieg!“ hat gedanklich bereits vor längerer Zeit begonnen, setzte aber jetzt mit der Probeverhüllung einen ersten öffentlichen Aktionspunkt. Man darf auf den 1. und 2. September 2018 gespannt sein – ist es doch auch das Jahr, in dem sich das Ende des 1. Weltkrieges zum hundertsten Mal jährt.  

 

Weitere Infos: http://www.niewiederkrieg.net