Nobelpreisträgerin Christiane
Nüsslein-Volhard zu Gast bei SI Lauterbach

Einen ganz besonderen Gast hatte Dr. Doris Hausmann Past  Präsidentin vom Club Lauterbach-Vogelsberg zum Club Abend eingeladen:
Christiane Nüsslein-Volhard. Sie hat 1995 gemeinsam mit Eric Wieschaus und
Edward Lewis den Nobelpreis für ihre Forschung zur genetischen Steuerung der
embryonalen Entwicklung bekommen. Nüsslein-Volhard gab zunächst einen Einblick
in ihre Arbeit, in der sie voll aufgeht. „In der selbstständigen Forschung hat
man die Freiheit, sich die Zeit einteilen zu können. Und trotzdem ist es nicht
möglich früher nach Hause zu gehen, denn als Wissenschaftlerin ist man ja auch
neugierig was aus den angesetzten Experimenten geworden ist.“ Es sei ein harter
Job und kein Beruf zum Reichwerden. Dann führte die Wissenschaftlerin aus, dass
es Frauen in der Wissenschaft härter trifft. Denn die Wissenschaft sei ein
Beruf, der hohen Einsatz erfordert und dieser Einsatz hat gerade für Frauen
einen hohen Preis. Sie ist davon überzeugt, dass der berufliche Erfolg von
Wissenschaftlerinnen sich nicht mit Partnerschaft und Familie vereinen lässt.
Es erfordere zu große Disziplin und Energie, wenn die Karriere nicht darunter
leiden solle. Gemeinsam mit Maria Leptin hat Frau Nüsslein-Volhard daher eine
Stiftung gegründet, die talentierten Wissenschaftlerinnen mit Kindern während
der Promotion einen Zuschuss für eine Haushaltshilfe ermöglicht.

„Es wird höchste Zeit für die Institutionen, ihre Strategien
zur Förderung von Frauen konsequent und selbstständig um zusetzten“, so
Nüsslein-Volhard. Die Einführung einer Frauenquote bringe recht wenig, denn es
gäbe zu wenige Frauen, die in solche Positionen hinein wollten und so würde
durch die Frauenquote vermehrt Frauen in Positionen gedrängt werden, die die Voraussetzung
„Chefin“ nicht hätten.

Der Vortrag von Frau Nüsslein-Volhard ernüchterte uns
Soroptimisten sehr, denn die meisten Clubmitglieder von uns sind berufstätige
junge Mütter, die sehr wohl Beruf, Familie und Kinder unter einen Hut bringen.
Aber eben nicht den einer Nobelpreisträgerin…

 

                                            Imke Grünewald, SI Club Lauterbach-Vogelsberg
 

 

Zur Unterstützung der Lauterbacher Pfingstmusiktage organisierte der Soroptimist International Club Lauterbach-Vogelsberg in der Pause des wunderbaren Konzertes der University of Santo Tomas Singers Manila am Pfingsamstag einen Getränkeverkauf. Der Erlös von 1000.- Euro wurde nun der Kantorin Claudia Riegel von Präsidentin Dr. Doris Hausmann, Dr. Barbara Peters und Gaby Plöger vom SI-Club übergeben. In diesem Rahmen bedankte der Club sich auch bei Frau Riegel nochmals für eine im Vorfeld stattgefundene informative Führung durch die spannende Welt der Orgel der Lauterbacher Stadtkirche.

 

 

Soroptimist Verein Lauterbach-Vogelsberg übernimmt die Bewirtung an den Pfingstmusiktagen am Samstag. Der Erlös kommt den Pfingstmusiktagen im kommenden Jahr 2014 zu Gute.

 

Kino-Matinée am 10.März 2013, eine Veranstaltung zum Weltfrauentag

Die Benefiz-Veranstaltung wurde organisiert und präsentiert vom Soroptimist Verein Lauterbach-Vogelsberg e. V. und dem Lichtspielhaus Lauterbach.

„Das Lächeln der Mona Lisa“

Die Mischung der deutschen und internationalen Kurzfilme war einmalig, Filme von und über –aber nicht nur für Frauen.

Gezeigt wurde eine  nette feinsinnige europäische Filmreise vom Stummfilm über eine kaffeeschmuggelnde DDR-Oma bis hin zur alleinerziehenden Mutter im Konflikt zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen ihrer Kinder. Fußballerfrauen, die während eines Bundesligaspiels ihr Leben offenbaren und ältere Damen, die mit Klingeltönen experimentieren. Aber was hat das alles mit einem Gemälde zu tun?

In der Pause gab es nicht nur Erfrischendes sondern auch kurze Informationen über das rumänische Projekt, das mit dem Erlös aus der Veranstaltung unterstützt wurde.

Unser SI (Soroptimist International)-Partnerclub Cluj-Napoca (Klausenburg) / Rumänien engagiert sich seit Jahren gegen Mädchenhandel und Zwangsprostitution. Zur Verminderung der „weißen Sklaverei“, wie der Frauenhandel aus Osteuropa auch genannt wird, organisiert der Partnerclub gemeinsam mit Behörden und anderen Institutionen Aufklärungskampagnen für junge Frauen. Ihnen werden vermeintlich gute Jobangebote im Ausland gemacht, in Wahrheit aber werden sie an Zuhälter verkauft und enden in der Zwangsprostitution. Durch Informationsveranstaltungen in Schulen, Universitäten und Dorfsälen und mit Hilfe von z. B. Flyern und Flashmops werden die Frauen vor falschen Versprechungen gewarnt.

 



Imke Grünewald, Si Club Lauterbach-Vogelsberg